Pegida

13.04.15 Dügida, BlockiererInnen und die Cops

Wieder mal ein ereignisreicher Montag. Menschen die schon vorher durchgesickert waren oder grade noch durchsickerten starteten um 18uhr eine ca. 30 Mensch starke Sitzblockade auf der Friedrich-Ebert-Straße, auf der Route der Dügidas. Die Cops wollten sie erst räumen und zerrten sie rabiat zur Seite (Bericht von DSSQ http://duesseldorf-stellt-sich-quer.de/blog/2015/04/14/sitzblockade-auf-der-route-von-duegida-polizei-geht-unverhaeltnismaessig-gegen-gegendemonstantinnen-vor-duegida-musste-auf-den-gehweg/  ) doch bildeten dann einen Kessel um sie und es blieb auch dabei bis Beendigung der Veranstaltung, so das die Dügidas die Straße dort nicht nutzen konnten und über den Bürgersteig geführt werden mussten, was bei knapp über 40 Teilnehmern auf deren Seite auch nicht zu schwierig war. Ungefähr zeitgleich versuchten ca. 80 AktivistInnen auf der Karlstraße gemeinsam durch die Gitter zu kommen, weshalb die Cops mal wieder völlig überreagierten. Das sofort Literweise Pfeffer eingesetzt wurde, ist man ja inzwischen gewöhnt hier in Düsseldorf aber es wurde mal wieder mit unverhältnismäßiger Brutalität mit dem Knüpel auf die Menschen eingeprügelt. Man hörte laute Schmerzensschreie und darüber wutentbrannte Stimmen der AktivistInnen. Es kam zur Einkesselung von ca. 30 Menschen direkt vor Ort. Ein anderer Teil entfernte sich widerstrebend über die Immermanstraße wobei die Cops immer wieder auf jeden einprügelten den sie zu fassen bekamen. Dann kam es zu einer zweiten Einkesselung, von noch einer Handvoll AktivistInnen. Später wurden die beiden Kessel zusammengeführt und es wurden die Personalien aufgenommen und es gab wohl auch mehrere in Gewahrsam nahmen. Bei der Kundgebung am Stresemanplatz umringte die Zolipei die anwesenden Demonstranten und man sah das sie Leute suchten um sie raus zu ziehen. An der Kundgebung am Hbf war es das gleiche Spiel und wiedereinmal waren verdammt viele Zivicops rechtswidrigerweise auf allen Kundgebungen, die ungeniert in die Menge zeigten, damit die Cops einzelne Menschen hätten raus ziehen können und es teilweise auch taten. Auf ihrem Rückweg musste Dügida wieder an der Sitzblockade über den Bürgersteig geleitet werden und wurde am Hbf von lauten antifaschistischen Parolen empfangen. Als die Abreise von eben solchen Parolen begleitet wurde kam es wieder zu einer Ingewahrsamnahme, aufgrund der Aussage eines Zivis. Auch wenn die Cops ihr möglichstes tun um den Gegenprotest zu kriminalisieren, werden die Menschen die zum Gegenprotest kommen immer entschlossener sich das ganze absurde Schauspiel nicht mehr bieten zu lassen.

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16.03.15 Dügida Gegenprotest #DSSQ

(Aufgrund von Blockupy wurde dieser Beitrag erst eine Woche später erstellt und ist deswegen nicht besonders ausführlich)

Diesmal waren die Gitter nicht mehr ganz so weiträumig aufgestellt wie sonst. Man kam allerorts etwas näher an die Route der Nasen. Dank einem Oberleitungsschaden ging an diesem Tag gar nichts mehr am Bahnhof. Ab ca. 17, 18 uhr fuhr kein Zug mehr. Was zwar auch einige GegendemonstrantInnen davon abhielt Düsseldorf zu erreichen, allerdings ebenso einige der braunen Freunde von der Dittmer, die dieses mal auf die stolze Zahl von 50 Mitläufern blicken konnte. Lange Zeit sah es so aus als würde sich kein Anmelder für die DüGiDasten veranstalltung finden lassen, da es Dittmer ja untersagt worden war da sie die Leute vor der Moschee in den Wochen davor eindeutig zu Straftaten aufgehetzt hatte. Als ihr Anmelder dann doch auftauchte wurde ihr ewig gestriges Gelaber von der eindeutig besseren Anlage der AntifaschistInnen von DSSQ übertönt.

Die Route war diesmal noch kürzer als in der Woche davor und die Dügidasten drehten schon vor dem Streesemanplatz wieder um. Was dazu führte das dieser diesmal von AntifaschistInnen geflutet wurde die zwischen den Palmen standen und ihre Wut über die braune Hetze dem 50 Männeken Trüppchen entgegen schrien. Schnell machten sich die Rechten wieder auf den Rückmarsch und auch deren Endkundgebung viel dieses mal weit kürzer aus. Die Abreise wurde wie immer lautstark begleitet.

Bilder: https://www.flickr.com/photos/99145900@N05/sets/72157649183504484/

Video:  https://www.youtube.com/watch?v=U1Ycftf2DKo&feature=youtu.be

25.02.15 Erfolgreicher Protest gegen kläglichen Haufen Pegidas in Düsseldorf

1500 AntifaschistInnen gegen 37 Vollpfosten (es sollen zwischenzeitlich sogar ganze 50 gewesen sein [Die Zahlen sind die Angaben der Polizei])! Was für ein kläglicher Haufen (der sich passenderweise um das öffentliche Toilettenhäuschen zusammengerottet hatte). Pegida, dich sehen wir hier wohl nie wieder!
Das Bündnis „Düsseldorf ist bunt“, hat mit der Unterstützung von „DSSQ“ ein richtig großes antifaschistisches Gegenprogramm zu der Hetze am Landtag auf die Beine gestellt. Zwei große Bühnen, mit vielen sehr guten Künstlern und vier weitere Kundgebungen, umzingelten das Rassisten-Gehege. Es ist wirklich zum kotzen, das ein gewisser Herr Neupert, aus Selbstprofilierungsgründen quergeschossen hat und statt der von vielen Menschen, mit viel Engagement vorbereiteten Aktionen und das umfangreiche Kulturprogramm zu bewerben, seinen Status dazu genutzt hat, sein eigenes Ding durchzuziehen und eine unnötige Demo vom DGB veranstaltet hat, so das viele Demoteilnehmer etwas zu spät an den Kundgebungsorten waren um diese als Blockaden zu nutzen und danach auch recht schnell wieder weg waren (sie hatten ja schon die Demo hinter sich) und so die ganze Arbeit und vor allem, auch die Künstler nicht mehr den Zulauf und den Respekt bekommen haben, den sie mehr als verdient gehabt hätten. Auch in der Presse wird, dank ihm, fast nie das Bündnis, sondern nur er und der Appell erwähnt. Sowas ist absolut unsolidarisch!
Zum Rest des Tages. Es gab zwei Schleusenpunkte um ins „Gehege“ zu kommen, einmal am Parkhaus vor dem Landtag und einmal am anderen Ende der Straße, in Richtung Apollo, die sobald diese, als eben diese, erkannt wurden von AntifaschistInnen blockiert wurden. Man ließ nur noch Anwohner und Leute von der Presse durch, Pegidas wurden so gut es ging aufgehalten und mussten mehrmals um den Block laufen, wenn sie überhaupt noch zu ihrer Kundgebung gingen. Das war am Anfang sogar für die Zolipei mehr oder weniger ok, bis der mit den meißten Sternen von ihnen sich anderen Aufgaben widmete. Da fingen dann einige der Robocops wieder schnell mit dem Zuschlagen an.
Im laufe des Abends kam es zu einigen skurrilen Begebenheiten, so wurden AntifaschistInnen auf dem Weg zur Gegenkundgebung von Cops aufgehalten und gefragt wo sie wohl hin wollten und als diese antworteten „na wie Nazis sehen wir wohl nicht aus oder?“ wurde dies als äußerst respektlose Antwort gewertet und man wollte zu dem wissen, zu welcher Gegenkundgebung, es gäbe da A,B,C,D und E. Auch die Antwort A,B,C,D und E wurde nicht akzeptiert, nach einigem hin und her wurden sie aber einfach gehen gelassen. Es ist uns neu, das man sich vorher entscheiden muss zu welcher Gegenkundgebung man geht aber naja.
Noch spaßiger war es, als zwei Faschos ihre eigene Kundgebung verließen mit den Worten „Ey was für eine scheiße die da labern, das gibt es echt nicht!“ (Sehen wir ausnahmsweise mal auch so 😉
Es ging das Gerücht um, das einige der Pegidas in den Polizeiwannen zum Kundgebungsort gebracht worden sind, was man sich erst schwer vorstellen konnte, bis es dann zur Abreise kam. Die Zolipei „kaperte“ einen Bus für die Pegidas und fuhr sie damit von der Kundgebung weg!
Doch den Vogel hatten die Zolipisten schon ganz zu Anfang des Tages abgeschossen. Vier Zolipeiwannen sind schon so gegen 15:30 im Rheinufertunnel aufeinander gecrasht, so das gleich zwei Tunnel (da im anderen der Feuermelder dabei ausgelöst wurde) für den gesamten Abend blockiert waren 😉 !
Alles in allem, ein guter Abend für Düsseldorf! Viele mutige Menschen, die sich diesen Rassisten, mit Organisation und Tatkraft, in den Weg gestellt haben. Wir hoffen das am Montag viele von ihnen da sein werden, um den Spuk um die braune Schlägertruppe von Melanie Dittmer, auch endlich davon zu überzeugen, das hier kein Platz für Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz ist!

Ein paar kurze Eindrücke mit Musik: https://www.youtube.com/watch?v=uHoLjmId47U&feature=youtu.be

Gutes Video vom Abend: https://www.youtube.com/watch?v=8psOd3frPNo&feature=youtu.be

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26.01.15 DüGiDa Gegenprotest #DSSQ #NoDüGiDa

Es war mal wieder Nazi-Montag in Düsseldorf. Dieses mal war der gesamte Bahnhofsvorbereich und die Route bis zum Graf-Adolf-Platz abgesperrt. Trotzdem gelang es einer Gruppe aus ca. 30 Menschen mit ihren Fahrrädern auf die Strecke zu gelangen und am Stresemanplatz eine Blockade zu errichten. Diese stand auch die gesamte Zeit. Die Cops hatten zwar eine Wagenburg darum herum errichtet, räumten diese jedoch nicht. Gegen ca. 18:45 gelang es einer weiteren Gruppe aus ca. 60 Menschen durch einen von den Cops nicht beachteten Durchgang direkt auf die Route zu gelangen auf der Graf Adolf Straße Ecke Berliner Alle. Ca. 30 gelangen bis auf die mitte der Kreuzung wo auch sie einen Blockadepunkt errichten wollten wurden jedoch sofort von einer Reiterstaffel zurückgedrängt. Hier bei trampelten Sie mindestens 3 Menschen ohne Rücksicht auf die Füße so das diese nachher ärztlich versorgt werden mussten. Während die Pferde immer weiter in die Menschen gedrängt wurden traten deren Reiter wahllos zu und schlugen mit ihrer Route auf die Menschen ein.Von den Absperrgittern kamen ca. 30 Cops herbei die sofort anfingen zu boxen und zu treten und hinter den Pferden stellte sich eine Reihe mit Pfeffer im Anschlag auf (was wahrscheinlich grade wegen der Pferde nicht eingesetzt wurde). Dann gab es eine Durchsage „Dies ist die Erste Ansage, danach werden Mittel des Zwangs eingesetzt (derweil boxten die Cops den AktivistInnen weiter in den Rücken) es besteht die Wahl zwischen Pfefferspray, Schlagstock und Pferden. Ende der ersten Durchsage“. Lachend forderten die AktivistInnen die Pferde wurden aber derweil von den Cops hinter ihnen gegen die Cops am Gitter der Berliner Allee gedrückt. Erst nach zwei Minuten in denen von hinten weiter Schläge auf die Aktivistinnen hernieder gingen öffnete man einen Durchgang am Gitter und ließ alle ohne feststellung der Personalien gehen. Immer wieder wurde mit Gruppen von ca. 100 Leuten versucht an Schwachstellen der Polizeiketten durchzubrechen, was allerdings nicht gelang. Der klägliche Haufen von 60-90 Faschos konnte leider wieder laufen, doch die Gegenwehr der Anwohner wird langsam bestimmter. Häufig müssen aus Geschäften und Wohnungen gammelige Eier und ähnliches geflogen sein. Leider wurde auch die auf der Strecke liegende Wohnung von der Rechtsanwältin Gülsen Celebi , die zusammen mit 50 Gewerbetreibenden einen Brief an die Polizei geschrieben hat weil sie sich bedroht fühlen, als Zwischenstation der Nazis gewählt und von ihnen bepöbelt. (Unbekannte die auch in einem der Häuser waren, hatten an einem der Montage zuvor Wasser auf die Nazis gegossen) Es gab mehrere Banner die aus den Fenstern der Anwohner gehalten wurden. Als die Faschos am Ende wieder in den Hbf geführt wurden gelang es über hundert Menschen auch im Hbf zu sein und die Nazis zum ganz ganz schnell laufen zu überreden. Ca. eine halbe Stunde lang gab es immer wieder kleinere Keilereien bis das Pack endlich wieder weg war.

P.S. wegen Hitlergruß und ähnlichen Aktionen wurden mehrere DüGiDa Anhänger kurzfristig in Gewahrsam genommen.

Video: http://youtu.be/3cL_MaTOgP8

Video 2 von der Aktion Rollen gegen Rechts : https://www.youtube.com/watch?x-yt-ts=1421914688&x-yt-cl=84503534&v=TXyEmDgzwSE#t=32

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