Dittmer

27.04.15 DüGiDa geht kaputt

Erneut hatte DüGiDa zu ihrem Spaziergang der Fremdenfeindlichkeit aufgerufen und dieses mal kamen die Düsseldorfer Gegendemonstranten, gewappnet mit beschrifteten Schirmen, um das Trauerspiel der Hetze nicht mehr sehen zu müssen. Sie ergaben ein wirklich schönes, antifaschistisches Gesamtbild (Bild von DSSQ https://www.facebook.com/duesseldorfstelltsichquer/photos/a.1530054737246462.1073741828.1529481577303778/1572689999649602/?type=1&theater). Es gab Sprüche auf ihnen die zur Solidarität aufriefen wie z.B. „Faşizme Karşı Omuz Omuza!“(Schulter an Schulter gegen Faschismus)“ oder auch „Fck Cps“ als Zeichen gegen die Kriminalisierung eines Teilnehmers, der in den Wochen zuvor für diese Buchstaben auf einem Rucksack, einen Bußgeldbescheid erhalten hatte oder sogar ganze gemalte Bilder wie zum Beispiel das in der Woche zuvor zum Einsatz gekommene „Follow your Leader“ samt suizidalem Führer (auf einem Schirm, nicht schlecht!) 1509966_10206862717989170_1081541600276302143_n

. Leider gab es auch wieder Personalien-Aufnahmen u.a. wegen, einem der Polizei nicht gefallendem T-Shirt Aufdruck. Doch die aggressive Sicherung der Route, war dieses mal nicht so extrem wie in den vergangenen 15 Wochen. Lange konnte man in kleineren Gruppen ohne aufgehalten zu werden über die gesamte Route laufen. So kam es auch zu mindestens zwei Sitzblockaden von jeweils 5 – 10 Leuten. Was die Abendlandhetzer natürlich zur Weißglut trieb, allgemein schienen sie an diesem Tag eher darauf bedacht möglichst jede Kleinigkeit anzeigen zu wollen, irgendwie schienen sie zu wissen das ihre Allmachts-Aufmarsch-Fantasien im sterben lagen. Das Zahlen Verhältnis war unter 40 Nasen gegen über 400 Gegendemonstranten. Man soll sich ja nie zu früh freuen aber wie es scheint ist es erst mal überstanden. Denn gegen Ende der Veranstaltung gab es die Ansage der NPD Führungskader das man nicht mehr wöchentlich hier aufkreuzen würde „um Kräfte zu sammeln“. Es gab so was wie eine Abstimmung, deren Ausgang eher Waage mit eventuell 1-2 mal monatlich oder so schloss. Das bedeutet zwar nicht das die Scheiße endlich ganz aufhört aber zumindest nerven sie nicht mehr jeden Montag. Ob das nur am vollen Terminkalender der NPD (die ja grade ihre Mobi Tour für den 1. Mai macht) liegt, bleibt abzuwarten aber es ist eindeutig ein großer Erfolg der nur auf dem Engagement des Bündnisses DSSQ, allen aktiven Gruppen und den Einzelpersonen die sich jeden Montag diesem braunen Mob entgegen gestellt haben, beruht. Doch das Problem der rechten Agitation und der Übergriffe ist damit natürlich noch lange nicht bewältigt, nicht hier und auch nicht im weiteren Umfeld. So mobilisiert die NPD zum Beispiel zum 1. Mai landesweit nach Mönchengladbach. Das Bündniss MSSQ ruft zur Beteiligung am Gegenprotest auf. Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/382862515229180/

13.04.15 Dügida, BlockiererInnen und die Cops

Wieder mal ein ereignisreicher Montag. Menschen die schon vorher durchgesickert waren oder grade noch durchsickerten starteten um 18uhr eine ca. 30 Mensch starke Sitzblockade auf der Friedrich-Ebert-Straße, auf der Route der Dügidas. Die Cops wollten sie erst räumen und zerrten sie rabiat zur Seite (Bericht von DSSQ http://duesseldorf-stellt-sich-quer.de/blog/2015/04/14/sitzblockade-auf-der-route-von-duegida-polizei-geht-unverhaeltnismaessig-gegen-gegendemonstantinnen-vor-duegida-musste-auf-den-gehweg/  ) doch bildeten dann einen Kessel um sie und es blieb auch dabei bis Beendigung der Veranstaltung, so das die Dügidas die Straße dort nicht nutzen konnten und über den Bürgersteig geführt werden mussten, was bei knapp über 40 Teilnehmern auf deren Seite auch nicht zu schwierig war. Ungefähr zeitgleich versuchten ca. 80 AktivistInnen auf der Karlstraße gemeinsam durch die Gitter zu kommen, weshalb die Cops mal wieder völlig überreagierten. Das sofort Literweise Pfeffer eingesetzt wurde, ist man ja inzwischen gewöhnt hier in Düsseldorf aber es wurde mal wieder mit unverhältnismäßiger Brutalität mit dem Knüpel auf die Menschen eingeprügelt. Man hörte laute Schmerzensschreie und darüber wutentbrannte Stimmen der AktivistInnen. Es kam zur Einkesselung von ca. 30 Menschen direkt vor Ort. Ein anderer Teil entfernte sich widerstrebend über die Immermanstraße wobei die Cops immer wieder auf jeden einprügelten den sie zu fassen bekamen. Dann kam es zu einer zweiten Einkesselung, von noch einer Handvoll AktivistInnen. Später wurden die beiden Kessel zusammengeführt und es wurden die Personalien aufgenommen und es gab wohl auch mehrere in Gewahrsam nahmen. Bei der Kundgebung am Stresemanplatz umringte die Zolipei die anwesenden Demonstranten und man sah das sie Leute suchten um sie raus zu ziehen. An der Kundgebung am Hbf war es das gleiche Spiel und wiedereinmal waren verdammt viele Zivicops rechtswidrigerweise auf allen Kundgebungen, die ungeniert in die Menge zeigten, damit die Cops einzelne Menschen hätten raus ziehen können und es teilweise auch taten. Auf ihrem Rückweg musste Dügida wieder an der Sitzblockade über den Bürgersteig geleitet werden und wurde am Hbf von lauten antifaschistischen Parolen empfangen. Als die Abreise von eben solchen Parolen begleitet wurde kam es wieder zu einer Ingewahrsamnahme, aufgrund der Aussage eines Zivis. Auch wenn die Cops ihr möglichstes tun um den Gegenprotest zu kriminalisieren, werden die Menschen die zum Gegenprotest kommen immer entschlossener sich das ganze absurde Schauspiel nicht mehr bieten zu lassen.

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30.03.15 Dügida und die Cops , zwei gewaltbereite Grüppchen

Dieses mal lief der Tag etwas anders ab als von den Pozilisten erwartet. An der Kundgebung am Hbf hatten sich ca. 2-300 Gegendemonstranten versammelt und am Stresemanplatz auch noch mal so an die 200 Menschen. Als um ca. 18uhr plötzlich über 50 Menschen energisch versuchten auf die Kreuzung Karlstr. – Friedrich-Ebertstr. zu kommen. Die völlig überraschten Cops wurden erst mal einfach überrannt und Knüppelten sofort so heftig los wie sie nur konnten. Die Pfefferdusche erwischte dabei allerdings fast mehr Cops als GegendemonstrantInnen. Obwohl die AktivistInnen die Kreuzung schon fast erreicht hatten, wurde der Versuch dann aufgrund der Brutalität der Cops abgebrochen und Sie sprangen zurück durch die Gitter. Kurze Zeit darauf kam es zu wirklich unschönen Szenen als eine Gruppe AktivistInnen von der Charlottenstraße kommend in Richtung der Gitter liefen, rasteten die Cops völlig aus. Beleidigungen brüllend sprangen sie über die Gitter und schlugen auf alles ein was links aussah, ein Sixpack bretterte mit Highspeed in die Straße und hätte beinahe drei Menschen die so grade eben noch zur Seite springen konnten überfahren. Dann begann eine Hetzjagd für ca. 10 Minuten, die mit der einkesselung von ca. 35 DemonstrantInnen endete. Wie uns berichtet wurde, behaupteten die Cops sie wären mit einer Eisenstange beworfen worden, etwas später war es dann nur noch ein Flaschenwurf und am Ende dann doch nur noch ein Fausthieb (der auch bezweifelt werden darf).  Die eingekesselten berichteten, das die Cops sie permanent schubsten und beleidigten bis sie nach über einer Stunde alle nach einer Personenkontrolle jedes einzelnen samt Foto, mit einem Platzverweis gehen gelassen wurden. An anderen Punkten gelang es wohl Einzelpersonen auf die Route zu gelangen, was dazu führte das 5 Personen kurzfristig in Gewahrsam genommen wurden, die erst spät in der Nacht wieder frei gelassen wurden. Der immer weiter schrumpfende (ca. 50) Schlägertrupp von Dittmer marschierte mal wieder seine paar Meter und auch dort kam es wieder zu Festnahmen, da manche von ihnen Waffen bei sich trugen und/oder Journalisten und Polizisten bespuckten und angriffen (Da knüppelt man natürlich nicht wie wild auf alles ein, sondern lässt den Rest schön weiter provozieren, drohen und marschieren). Am Stresemanplatz feierten und protestierten die Menschen lautstark gegen die plumpe Hetze an und im Hbf kam es zu den üblichen Rangeleien bei der Abreise.

Am Ostermontag gibt es einmal eine Pause doch am 13. muss mit dieser Scheiße endlich Schluss gemacht werden. Kommt alle, bringt so viele Freunde mit wie ihr nur könnt. Es reicht, das Pack hat viel zu lange hier in Düsseldorf sein Unwesen treiben dürfen! Mobi Video: https://www.youtube.com/watch?v=PnLLQgqGsmk

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26.03.15 Protestaktion vor dem Polizeipräsidium Düsseldorf #DSSQ

Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ hatte zur Protestkundgebung um 13uhr vor dem Polizeipräsidium aufgerufen und ca. 60 Menschen (viele mit Transparenten oder selbst gemalten Schildern) waren gekommen um ihren Unmut gegenüber dem Verhalten der Polizei zum Ausdruck zu bringen, die seit Monaten, Montag für Montag, AntifaschistInnen kriminalisiert und äußerst hart gegen Sie vorgeht, mit Schlagstock und Pfeffer. Wohingegen die Faschos von DüGiDa, trotz mehrfacher schwerer Straftaten, freundlichst durch die Stadt hofiert werden. Gleich zu Anfang stellte Oliver Ongaro klar, hätte es nicht das übergroße Polizeiaufgebot gegeben hätte es auch kein DüGiDa gegeben!

Danach wurde eine (unvollständige, vorläufige) Aufzählung der Gewalttaten und Volksverhetzenden Aussagen der DüGiDasten verlesen (Die Liste war lang und dauerte knapp 5min.). Es sprachen insgesamt 7 RednerInnen. Oliver Ongaro für DSSQ, Thorsten Nagel von den Falken, Christian Jäger für die Linke, Kemal Kiran für`s Türkei Zentrum Düsseldorf, Denni Kröger Junge Grüne,  eine Sprecherin der Kitty Hooligans und Jürgen Schuh des VVN BdA. Es waren energische und kraftvolle Reden voll berechtigter Wut doch auch angereichert mit Kampfgeist. Egal wie lange der Spuk noch geht der Zusammenschluss der einzelnen Menschen und verschiedenen Gruppen wird dadurch nur von Woche zu Woche größer.

Fun-Fakt : Am Rande der Kundgebung wurde mit Kreide auf den Boden gemalt und der Rücktritt von Polizeichef Wesseler gefordert, dies veranlasste die Polizei später zweimal bei den Anmeldern anzurufen und das sofortige entfernen zu fordern. Was der Regen inzwischen sicherlich übernommen hat. https://www.facebook.com/duesseldorfstelltsichquer/photos/a.1530054737246462.1073741828.1529481577303778/1560796000839002/?type=1&theater

Die Auflistung der Vorwürfe gegen DüGiDa ist hier zum Download bereit gestellt: http://www.anti-kapitalismus.org/sites/default/files/downloads/unvollstaendige_auflistung_rechter_straftaten_rings_um_die_duegida-aufmaersche_0.pdf

Fotos: https://www.flickr.com/photos/99145900@N05/sets/72157651570455151/

Videos:

Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=Ur1KeuWWRok (Auftaktrede + Auflistung der Straftaten Ongaro,Nagel)

Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=AQOpoZ1FWrY&feature=youtu.be (Weitere Straftaten und Rede Jäger)

Teil 3: http://youtu.be/FYWe_92WYFQ  ( Kemal Kiran )

Teil 4  http://youtu.be/hWdpSbaePSs ( junge Grüne

Teil 5 http://youtu.be/FhDbrUdOsjs ( Kitty Hooligans )

Teil 6 http://youtu.be/H70PB0bc7uM (VVN-BdA )

Aktion für den nächsten Montag: Ostern Nazifrei dank Osterei: https://www.facebook.com/events/366976996830478/

23.03.15 DüGiDa Gegenprotest #DSSQ

Immer wieder Montags grüßt der rechte Irrsinn. Allerdings wird er von mal zu mal, Mensch sei dank, weniger. Die Absperrungen am Hbf waren immer noch verdammt groß für so einen kläglichen Haufen aber sie schrumpfen. Natürlich ließ es sich die Zolipei nicht nehmen im Vorfeld mal wieder grundlos AntifaschistInnen zu kontrollieren. Es schien so als hätte ihnen Frankfurt ein wenig sorge bereitet. Allerdings ließen sich auch viele Cops zu Kommentaren wie : „Ich hoffe doch auch das der Scheiß bald vorbei ist und sich der Haufen in Luft auflöst“ hinreissen. Knapp 40 DüGiDasten hatten sich diesmal zusammengerottet und wurden mit geschwungenen Klobürsten und ihnen, durch die Luft entgegenkommende Klopapierrollen, begrüßt. Es war sehr schön zu sehen, das immer mehr Menschen entschlossener wirken und diesen Scheiß endlich beendet sehen wollen. Als der braune Wanderzirkus losschwankte gelang es immer wieder Einzelpersonen auf die Route zu kommen und zumindest symbolisch, durch 2 Mensch Sitzblockaden oder Inlineskaten auf der Strecke, zu stören. Bei der Abreise der Nasen gab es eine große Sitzblockade im Hbf, die dieses mal auch nicht von den Zolipisten zusammengeprügelt wurde wie sonst, allerdings wurden die Faschos durch den mit einer Hundertschaft und ihren aggressiven Schäferhunden abgeschirmten, Nordtunnel geleitet. Bei der Abreise muss es zu einem Angriff von Faschos auf Gegendemonstranten gekommen sein und „natürlich“ wurde deswegen ein Gegendemonstrant festgenommen. Auf den Gleisen wurden die Faschos durch AktivistInnen lange von der Abreise abgehalten da die Cops sie zwar gut abschirmten allerdings an den Enden der Gleise wo die Züge nicht hielten, so das ein paar immer panischer werdende Faschos erst oben auf den Gleisen 3 Züge verpassten und nachdem die Zolipisten unsanft mehr Platz geschaffen hatten und sie die Treppen runter brachten, verpassten sie aus dem selben Grund noch mal 3 U-Bahnen.

Unschönerweise erreichte uns später am Abend die Nachricht das wohl 10-15 Faschos noch mal wieder gekommen sein müssen und mit Baseballschlägern auf Menschen losgegangen sind.

Fotos: https://www.flickr.com/photos/99145900@N05/sets/72157651523322092/

Heute ab 19uhr Antifa Cafe im LZ https://www.facebook.com/events/555290711240396/

Donnerstag Protestaktion vor dem Polizeipräsidium Düsseldorf 13 uhr : https://www.facebook.com/events/589217061215571/

16.03.15 Dügida Gegenprotest #DSSQ

(Aufgrund von Blockupy wurde dieser Beitrag erst eine Woche später erstellt und ist deswegen nicht besonders ausführlich)

Diesmal waren die Gitter nicht mehr ganz so weiträumig aufgestellt wie sonst. Man kam allerorts etwas näher an die Route der Nasen. Dank einem Oberleitungsschaden ging an diesem Tag gar nichts mehr am Bahnhof. Ab ca. 17, 18 uhr fuhr kein Zug mehr. Was zwar auch einige GegendemonstrantInnen davon abhielt Düsseldorf zu erreichen, allerdings ebenso einige der braunen Freunde von der Dittmer, die dieses mal auf die stolze Zahl von 50 Mitläufern blicken konnte. Lange Zeit sah es so aus als würde sich kein Anmelder für die DüGiDasten veranstalltung finden lassen, da es Dittmer ja untersagt worden war da sie die Leute vor der Moschee in den Wochen davor eindeutig zu Straftaten aufgehetzt hatte. Als ihr Anmelder dann doch auftauchte wurde ihr ewig gestriges Gelaber von der eindeutig besseren Anlage der AntifaschistInnen von DSSQ übertönt.

Die Route war diesmal noch kürzer als in der Woche davor und die Dügidasten drehten schon vor dem Streesemanplatz wieder um. Was dazu führte das dieser diesmal von AntifaschistInnen geflutet wurde die zwischen den Palmen standen und ihre Wut über die braune Hetze dem 50 Männeken Trüppchen entgegen schrien. Schnell machten sich die Rechten wieder auf den Rückmarsch und auch deren Endkundgebung viel dieses mal weit kürzer aus. Die Abreise wurde wie immer lautstark begleitet.

Bilder: https://www.flickr.com/photos/99145900@N05/sets/72157649183504484/

Video:  https://www.youtube.com/watch?v=U1Ycftf2DKo&feature=youtu.be

02.03.15 Düsseldorf wehrt sich gegen DüGiDa

Das Unverständnis und die Wut, gegenüber dem Verwaltungsgericht und der Zolipei, steigt bei den Düsseldorfern von Woche zu Woche! Wie leider nicht anders zu erwarten war, hatte das Verwaltungsgericht, trotz länger bestehender Anmeldung des Bündnisses #DSSQ, mal wieder zu Gunsten der Nazis entschieden und den Demoteilnehmern erneut verwehrt, auf ihre Kundgebung zu kommen. Anders als letzte Woche, war man aber, mit der Klage dann vors Oberverwaltungsgericht in Münster gezogen und hatte dort auch Recht bekommen. Das schien die Pozilei aber kein Stück zu interessieren!  Erbost schwenkten die Düsseldorfer, in Erinnerung an die Schwedin Danuta Danielsson (die 1985 einem Nazi mit einer Handtasche eine mitgegeben hatte), ihre mitgebrachten Handtaschen. An anderer Stelle versuchten, kurz darauf, ein paar Menschen, die sich diese Unverschämtheiten nicht mehr bieten lassen wollten, sich eine Öffnung der Gitter geben zu lassen, wurden aber mit Knüppel und Pfeffer überredet sich doch woanders hin zu begeben. Die Zolipei reagierte so, wie man es inzwischen von ihr gewöhnt ist und zwar völlig „über“. Sie kesselte (durch eine Polizeikette hinter der Kundgebung) die Demonstranten am Mintropplatz und wollte, über eine halbe Stunde, niemanden mehr zu ihnen stoßen lassen. Dann gelang es aber doch ein paar Entschlossenen, auf die Route zu kommen und die Kreuzung zu blockieren. Erbost über diesen Erfolg, fing die Pozilei an, in den Reihen der noch vor den Gittern stehenden Demonstranten, ihnen bekannt vorkommende Gesichter zu suchen um diese raus zu ziehen. Derweil marschierte der Faschotrupp laut Hetzparolen rufend über die Adersstraße, markierte (wie auch letzte Woche) per Taschenlampen eine Flüchtlingsunterkunft (was als eindeutige Drohung zu werten ist!) und das Dittmer besaß sogar die Dreistigkeit, unter den Augen ihrer Freunde von der Zolipei, bei Anwohnern zu klingeln und diese als „Volksschädlinge!!!“ zu beschimpfen! Wie seit Monaten, gab es auch diesmal wieder Hitlergrüße die aber der Zolipei, Wunder oh Wunder, mal wieder nicht auffielen. Und es wurden Hassparolen vor der Moschee gerufen. Einigen Anwohnern reichte es mit der Hetze und es bewegten sich ein paar Eier durch die Luft auf die Dügidas.  Die Blockade, auf der Kreuzung am Mintropplatz, wurde dann von den Cops rabiat zur Seite gepresst und mit dem Knüppel bearbeitet, um die Faschos im Laufschritt an ihr vorbei zu leiten. Im Hauptbahnhof kurze Zeit darauf, gab es dann ein paar Festnahmen, darunter dann allerdings auch zwei Faschos, was mit Applaus und lautem Gelächter der Demonstranten begleitet wurde. https://www.facebook.com/video.php?v=869313856443465&set=vr.869313856443465&type=2&theater

Ein Glatzkopf (siehe Bild von seiner kurzzeitigen PK) der sonst gerne auch mal auf Demonstrantinnen einschlägt und tritt war bei der Abreise dann ziemlich kleinlaut als er mit seinem Papa von den Cops alleine gelassen wurde. Er hatte Glück das AntifaschistInnen eben nicht so brutal und erbarmungslos sind wie das Pack selbst, sonst wäre der Abend sehr übel für ihn ausgegangen! Lustigerweise kam ihm ein Mensch mit Migrationshintergrund mit einem Taschentuch zur Hilfe wofür er sich dann auch brav bedankte.

Später am Abend wurde dann noch ein Mensch, aufgrund einer Anzeige eines Faschos, im LZ von der Pozilei unter Generalverdacht, wegen des tragens eines Ohrtunnels, gestellt. Nach einer Diskussion von einer halben Stunde, ließ der 4 Sterne Cop dann aber doch von seinem Vorhaben ab, da er ansonsten keinerlei Indizien hatte die auf diese Person zugetroffen hätten.

Es reicht! Das was da Montags immer auf Düsseldorfs Straßen abläuft kann von aufgeklärten Menschen einfach nicht mehr geduldet werden!

Bild des Tages! (Danke an den zufälligen Fotografen)

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19.02.15 Protestaktion am Gericht und Polizeigewalt-Vortrag in der Butze

Gestern gab es um 11Uhr eine Protestaktion/Pressekonferenz vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf auf der Bastionsstraße. Es waren ca. 30 AktivistInnen die mit Transparenten, Schildern und Redebeiträgen ihr Unverständnis gegenüber der Entscheidung des Gerichtes Auflagen der Polizei gegen „Dügida“, wie z.B. Platzverlegung, Kürzung der Route etc. zu verhindern, zum Ausdruck brachten. “Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut”. Das sehen wir ebenso jedoch kann es nicht sein das auch nach Anschlägen gegen Geschäfte auf der Straße und Morddrohungen gegenüber Anwohnern weiterhin jeden Montag für die (inzwischen) eindeutig von Neo-Nazis dominierten DüGiDasten halb Düsseldorf lahm gelegt wird und jegliche Art von Gegenprotest so starken Repressionen ausgesetzt ist. Es waren auch ca. 10 Pressevertreter vor Ort die über die Aktion berichteten, die auch alle interessiert die Meinungen der Beteiligten dokumentierten, nur ein Bild Reporter hatte seinen Tonfall nicht im Griff und kommandierte die Leute für sein gestelltes Foto ziemlich barsch rum. 3 der 5 Anmelder und Frau Çelebi hielten kurze Ansprachen zum Thema, siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=k3Paj4_M8oM

Fotos: https://www.flickr.com/photos/99145900@N05/sets/72157650500925768/

Abends ging es dann noch in die Butze ( https://www.facebook.com/butze.kollektiv?fref=ts ) , dort gab es eine Fotoausstellung zum Thema Polizeigewalt und einen Vortrag mit Diskussionsrunde mit dem Titel: „Polizeigewalt in Düsseldorf – Was tun?“, wo unter anderem über die Polizeiübergriffe gegen Gegendemonstranten bei den DüGiDa-Aufmärschen geredet wurde. Es war recht gut besucht, ca. 40-50 Menschen, die zum Teil zum erstenmmal mit Polizeigewalt konfrontiert waren und auch einige die sie am eigenen Leib in den letzten Wochen erfahren hatten. Es wurde ein fiktiver Fall durchgesprochen um zu erklären was man tun kann und sollte aber auch wie wenig Chancen z.B. eine Anzeige gegen Bullen hat. Nichts desto trotz ist es natürlich immer wichtig mit den Leuten der RHG und der Roten Hilfe in Kontakt zu treten da sie einem bei einer solchen Sache immer beistehen und Chancen und Risiko von eventuellen Maßnahmen besser einschätzen können. Links: http://ifuriosi.org/artikel/rechtshilfegruppe-duesseldorf/
http://rhduesseldorf.blogsport.de

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09.02.15 DüGiDa Gegenprotest #DSSQ #NoDüGiDa

Und wöchentlich grüßt das braune Murmeltier. Dittmer und ihrer Horde wurde mal wieder, von der Polizei, wie seit Monaten, mit allen Mitteln der Weg frei geräumt. Versuche den Hbf zu verstopfen um dem Spuk endlich ein Ende zu bereiten wurden rigoros unterbunden. Als eine Gruppe junger AntifaschistInnen um kurz nach 18uhr versuchte in die Vorhalle zu gelangen wurden diese mit aller Härte in den Nordtunnel bugsiert wobei eine Person ihre Schuhsohle verloren hat (siehe Fotos). Der Protest draußen war wie immer bunt und fröhlich, doch wurde immer wieder durch unnötige Aktionen der Cops behindert. So durfte man zum Beats against racism nur nach gründlichster Taschenkontrolle, deren Sinn mir aber verborgen blieb, da man die abgenommenen Glaswasserflaschen etc. in einen Container innerhalb des abgesperrten Konzertbereiches warf. Also hätte irgendjemand vorgehabt etwas zu werfen hätten die Cops anstatt das potentielle Wurfmaterial einzukassieren es nur gesammelt dafür bereit gestellt. Naja hatte ja eh keiner vor 😉 .
Gleich zu Beginn mussten einige DüGiDasten Düsseldorf wieder verlassen wg. Hitlergruß , Waffen und übermäßigem Alkoholkonsum. Dies ging aber meist locker und freundlich im Umgang mit einander ab, jedoch sobald AntifaschistInnen das Gitter nur berührten, wurde literweise Pfefferspray auf sie geschossen und an Beleidigungen wurde auch wiedermal nicht gespart.
Das Konzept der Cops bei der Abreise der Nazis war so wie immer provokativ ohne Ende. Während man ein paar Nasen durch die Versorgungstunnel zu den Gleisen brachte wurden andere laut lachend und die Leute verhöhnend durch den Hbf geleitet und jeder geboxt der nach Gegendemonstrant aussah. Trotzdem wurden einige Faschos zum laufen animiert da man sich dieses Verhalten nicht hat gefallen lassen.

In der Nacht gab es dann noch einen Angriff auf das Büro von Sarah Wagenknecht : http://kvduesseldorf.dielinke-nrw.de/nc/politik/detail/zurueck/politik-kopie-1/artikel/anschlag-auf-buero-von-sahra-wagenknecht-nach-duegida-demonstration/

Am Rosenmontag wollen die Faschos keine Demo anmelden sondern sich so unter die Leute mischen. Wir raten daher jedem an diesem Tag die Augen auf zu halten und ausnahmsweise an diesem Tag besser nicht zu viel zu trinken.

Fotos: https://www.flickr.com/photos/99145900@N05/sets/72157650333376938/

Video 1: https://www.youtube.com/watch?v=R6hjgUc5474&feature=youtu.be

Video 2: https://www.youtube.com/watch?v=UcHt-li6Wxg&feature=youtu.be

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02.02.15 Düsseldorf gegen DüGiDa (und die Cops)

Gestern war es wieder soweit und die Polizei legte mal wieder, für 80 Rechtsextreme und rechtsextreme Hools, den Verkehr in Düsseldorf lahm. Da das Demonstrationsrecht für alle gillt. Das sehen wir auch so. Doch jeder anderen Demonstration, wäre es spätestens nach dem ersten mal verboten worden diese Route zu wählen. Viele Demos die nicht von Nazis organisiert wurden, sind aus vielen verschiedenen Gründen am Bahnhof verboten worden (also verlegt worden), um den wirtschaftlichen Betrieb und den Personenverkehr nicht zu stören. Doch nicht so bei extrem gewaltbereiten Faschos, die sonst über Jahre, auf Grund von Gegenprotesten, keinen Meter in Düsseldorf laufen konnten. Der Versuch die friedliche Sitzblockade auf Rollen zu wiederholen, wurde dadurch unterbunden, dass der gesamte Bereich, der als Startpunkt dienen sollte, umzäunt und abgesperrt wurde und mehrere Fahrradfahrer die sich doch den Absperrungen nähern wollten, gewürgt und gewaltsam zurückgedrängt wurden. Das sollte auch für den Rest des Tages das „Sicherheitskonzept“ der Cops sein. Sobald man die Gitter nur berührte wurde geboxt geknüppelt und gepfeffert. Trotzdem gab es insgesamt ca. 5 Durchbruchsversuche, die aber alle nicht erfolgreich waren. Auch der Ton hatte sich mal wieder verschärft , kam man zu nahe ans Gitter wurde man sofort aggressiv beleidigt und man musste Schlägen und Tritten ausweichen.
Dies galt natürlich wie sollte es auch anders sein, ebenso nicht für die Nazis. Gleich zu Anfang ließ die Zolipei Melanie Hitl… ach ne Dittmer zu den Gegendemonstranten um sie mit krudem Schwachsinn zu verhöhnen. Hätte man umgekehrt versucht so nah an den Kundgebungsort von ihr zu gelangen, wäre der Versuch von der Polizei mit einer gratis Fahrt ins Krankenhaus beendet worden. So sollte es den gesamten Abend weiter gehen. Als ein Großteil der Gegendemonstranten losgezogen war, um zu versuchen einen Blockadepunkt zu errichten, ließ man eine Truppe von mindestens 20 Hools auf die noch am Bahnhof protestierenden zu stürmen. Schlimmeres konnte dadurch verhindert werden das eine Gruppe Autonomer die auch dort geblieben war, sich eine Boxerei mit ihnen lieferte, bis die Cops dann die Hools freundlich baten sich wieder auf die für sie frei geprügelte Demoroute zu begeben. Im weiteren Verlauf des Abends wurden Gegendemonstranten durch die Cops, ein Arm gebrochen, ein Handgelenk doppelt gebrochenen und auch viele Journalisten wurden getreten und geboxt weil man ihre Bilder wohl nicht in der Presse sehen wollten. Der perverse Höhepunkt war dann mal wieder der Hauptbahnhof. Als die Faschos abreisten ließen die Cops einen Fascho einfach vor sich her spazieren, der dann auch sogleich einen Demonstrant der ihm im Weg stand, mit einer Kopfnuss niederstreckte, der Boden in der Vorhalle war von Blut überseht und der Demonstrant musste, nach erster Notärztlicher Behandlung, ins Krankenhaus. Auch andere bekamen von den Faschos Faustschläge ins Gesicht und wurden dann gewaltsam von den Cops zurückgedrängt, damit die Schläger in Ruhe nach Hause fahren konnten.
Positiv zu sehen ist, das es einer autonomen Gruppe gelang zwei Faschos auf der Hinfahrt zu erwischen und ihnen auf nonverbale Weise klar machten, Düsseldorf an diesem Tag nicht zu betreten und mehrere Eier fanden ihr Ziel und zerplatzten auf Glatzen.

Video: http://youtu.be/GW1aRP6Aj04

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