Bullen

23.03.15 DüGiDa Gegenprotest #DSSQ

Immer wieder Montags grüßt der rechte Irrsinn. Allerdings wird er von mal zu mal, Mensch sei dank, weniger. Die Absperrungen am Hbf waren immer noch verdammt groß für so einen kläglichen Haufen aber sie schrumpfen. Natürlich ließ es sich die Zolipei nicht nehmen im Vorfeld mal wieder grundlos AntifaschistInnen zu kontrollieren. Es schien so als hätte ihnen Frankfurt ein wenig sorge bereitet. Allerdings ließen sich auch viele Cops zu Kommentaren wie : „Ich hoffe doch auch das der Scheiß bald vorbei ist und sich der Haufen in Luft auflöst“ hinreissen. Knapp 40 DüGiDasten hatten sich diesmal zusammengerottet und wurden mit geschwungenen Klobürsten und ihnen, durch die Luft entgegenkommende Klopapierrollen, begrüßt. Es war sehr schön zu sehen, das immer mehr Menschen entschlossener wirken und diesen Scheiß endlich beendet sehen wollen. Als der braune Wanderzirkus losschwankte gelang es immer wieder Einzelpersonen auf die Route zu kommen und zumindest symbolisch, durch 2 Mensch Sitzblockaden oder Inlineskaten auf der Strecke, zu stören. Bei der Abreise der Nasen gab es eine große Sitzblockade im Hbf, die dieses mal auch nicht von den Zolipisten zusammengeprügelt wurde wie sonst, allerdings wurden die Faschos durch den mit einer Hundertschaft und ihren aggressiven Schäferhunden abgeschirmten, Nordtunnel geleitet. Bei der Abreise muss es zu einem Angriff von Faschos auf Gegendemonstranten gekommen sein und „natürlich“ wurde deswegen ein Gegendemonstrant festgenommen. Auf den Gleisen wurden die Faschos durch AktivistInnen lange von der Abreise abgehalten da die Cops sie zwar gut abschirmten allerdings an den Enden der Gleise wo die Züge nicht hielten, so das ein paar immer panischer werdende Faschos erst oben auf den Gleisen 3 Züge verpassten und nachdem die Zolipisten unsanft mehr Platz geschaffen hatten und sie die Treppen runter brachten, verpassten sie aus dem selben Grund noch mal 3 U-Bahnen.

Unschönerweise erreichte uns später am Abend die Nachricht das wohl 10-15 Faschos noch mal wieder gekommen sein müssen und mit Baseballschlägern auf Menschen losgegangen sind.

Fotos: https://www.flickr.com/photos/99145900@N05/sets/72157651523322092/

Heute ab 19uhr Antifa Cafe im LZ https://www.facebook.com/events/555290711240396/

Donnerstag Protestaktion vor dem Polizeipräsidium Düsseldorf 13 uhr : https://www.facebook.com/events/589217061215571/

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19.01.15 DüGiDa Gegenprotest „Düsseldorf stellt sich quer“

Am Montag war es mal wieder soweit und für ca. 80 Hirn und Haar befreite wurde Düsseldorf wieder verkehrstechnisch halb lahm gelegt. Wie auch letzte Woche gelang es spielend die Kreuzung vor dem Hbf zu blockieren und auch an der Karlstraße hätte ein Durchbruch plus Blockade beinahe funktioniert. Zwei AktivistInnen gelang es auf die DüGiDa Demo zu kommen und Sie wurden laut „Siamo tutti Anitifascisti“ rufend wieder aus ihr rausgezogen. Auf der Strecke wurden mehrere Restaurants von Hundertschaften bewacht weil dort AktivistInnen vermutet wurden. Das Gehege für Melanie Dittmer und ihre braunen Freunde reichte bis zum Mc Doof an der Kreuzung Graf-Adolf-Straße Ecke Oststraße und wurde umringt von über Zweitausend AntifaschistInnen. Mehrmals kam es zu Pfeffer und Schlagstockeinsätzen, doch das Hauptziel der Cops schien es zu sein Leute rauszuziehen die letzte Woche im Hbf waren, da es ja Anzeigen gegen die Polizei wegen unverhältnismäßger Brutalität gegeben hatte und da wollte man sich wohl mit Gegenanzeigen rächen. Beim Abtransport der braunen Horde hielt sich die Polizei im Hbf diesmal zurück, sperrte diesen nur wieder über eine halbe Stunde komplett. Im Bahnhof und an den Gleisen wurde das ganze wohl mit lautstarkem und witzigem Protest begleitet.

Video https://www.youtube.com/watch?v=ShKjJQmD9bE&feature=youtu.be

Ein weiteres Video: https://www.youtube.com/watch?v=nwwOO8ZSn4k

Am Sonntag gibt es ein Blockadetraining im Falkenheim Tannenhof  https://www.facebook.com/events/1548548442098459/ und am Am Montag 26.01.15 geht das Spiel in die nächste Runde. Also alle wieder spätestens um 17 uhr vor Ort sein und wenn es möglich ist die Route zu einem Standplatz verkürzen!

Pressemitteilung des Bündnisses „Düsseldorf stellt sich quer!“

Düsseldorf, den 20.1.2015

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=629767817153010&id=601098770019915&pnref=story

Bild 1 die Schildbürger von der Zolipei

Bild 2 zwei Omas die im Schilde führten auf die DüGiDa Demo zu gehen doch in der falschen Demo landeten und alle als „dreckige linke Zecken“ beschimpften

und

3. Bild ein gutes Schild 😉

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20.-23.11.14 Blockupy Frankfurt #dance #talk #act Erlebnisbericht

Wir sind am Donnerstag Abend „voll bepackt mit tollen Sachen…“ nach Frankfurt gefahren.
Da sich an diesem Tag alles länger hingezogen hatte als gehofft, verzichteten wir auf das Begrüßungsprogramm und blieben in der uns großzügigerweise zur Verfügung gestellten Unterkunft.
Freitag
Als wir am nächsten Morgen am Studierenden Haus ankamen, kippten wir schnell ein paar Kaffee und gingen zu den ersten Workshops u.a. „Neu siegen lernen“ wo es darum ging wie man die Proteste der letzten Zeit geschichtlich werten könnte , die Enttäuschung über die Syriza Partei in Griechenland (über SPD und die Linke sowieso) und ob man Hoffnung in die Podemos Partei in Spanien setzen soll. Ein Fazit war, das wichtigste ist der Kampf auf den Straßen um dadurch Druck auf Parteien etc. auszuüben.
Andere hatten in der Zwischenzeit schon begonnen noch mehr Umzugskartons zu preparieren. Nachdem sich alle dank der VoKü gestärkt hatten, ging es weiter im Programm.
Im Hof fand ein Blockadetraining statt wo z.B. Sitzblockaden, Bullenketten durchfließen, aus Kesseln ausbrechen und erleichtertes übersteigen von Hamburger Gittern geübt wurde, da das Ziel der Demo am Samstag die Eingangstür der EZB sein sollte. Das Training war keineswegs nur für „Anfänger“ interessant und hat sehr viel Spaß gemacht (Grüße an die Bezugsgruppe Bazinga ).
Im direkten Anschluß, doch einiger Entfernung gab es dann ein großes gemeinsames Plenum mit ca. 300 Teilnehmern. Es nahmen u.a. Aktivisten aus Italien, Schweden, Belgien, Spanien, Dänen, Griechenland und Zypern teil. Auf dem Plenum wurde auch eine aktuelle Aussage der Polizei rezitiert, die ungefähr lautete das sie damit rechne das die Demonstranten versuchen würden ans EZB Gebäude zu kommen, Klamotten über den Stacheldraht des Zauns legen und (O-Ton) „mit Farbe gefüllte Frauenhandtaschen Richtung Gebäude werfen würden“ was für sie soweit ok wäre und zu kreativem Protest zählen würde (Die Aussagen klangen dann Samstag nach der Aktion leider wieder mal anders).
Was für weitere Belustigung unter allen Aktivisten sorgte war ein Fragebogen der rumgereicht wurde, auf dem Fragen standen wie, aus welcher Organisation bist du? Gehörst du zum Ko-Kreis? Wie willst du deine Ziele erreichen etc. Eigentlich fehlten nur die Felder, Name, Adresse und welche Straftaten würdest/hast du schon begangen? Ich will der Person die die Dinger erstellt hat keine böse Intentionen unterstellen aber das Ding war ein total Fail. Das sarkastische Ausfüllen mit Forderungen wie „Ein humaner Polizeistaat“ etc. haben wir uns dann doch noch grade verkneifen können.
Es gab wohl an dem Tag auch noch zwei Stadtrundgänge bei denen es eine Straßenblockade mit Kartons gab und ein Anwerbezentrum der Buindeswehr soll in einer feministischen Aktion mit Wolle umwickelt worden sein so das keiner rein und raus kam.
Nachdem wir noch etwas gegessen hatten (bester Bauernsalat seit langem) beschlossen wir in unser Quartier zu fahren um am nächsten Tag so fitt wie möglich zu sein, allerdings wurde die Nacht dann doch noch etwas länger und „gesellig“.
Samstag
Einige von uns nahmen morgens noch an AG`s und Plenas teil, der größere Teil fuhr etwas später direkt zum Startpunkt der Demo um dort weitere Vorbereitungen für später zu treffen.
Nach einiger Zeit gesellte sich ein äußerst seltsames Pärchen zu uns das sich als „Berliner Antifa“ (weiter unten kommt mehr dazu) vorstellte. Beim Anblick der beiden erforderte es schon etwas Mühe über diese Aussage nicht sofort lauthals zu lachen (Der Typ begann auch ungefragt uns von 40.000 Soldaten vor der Ukraine etc zu erzählen), doch man will ja nicht unhöflich sein und so verlagerten wir nur unseren Standort ein wenig.
Als die Demo losging waren schon ca. 2000 Leute vor Ort deren Anzahl während der Route noch auf bis zu 3000 anstieg. Es war schon ein lustiges Bild das die Demo mit ihren Unmengen an Umzugskartons abgab. Hier und da wurden auf der Strecke Parolen mit Kreidespray hinterlassen.
Als man mit der Demo an der EZB ankam ging alles recht schnell, Kartons wurden zu Treppen und Zäune zu offenen Toren. Hunderte Aktive strömten über und durch die Barrikaden und hinterließen die Blockupy Farben auf der Fassade der EZB. Eigentlich hatten noch weit mehr Leute Lust sich das Gebäude aus der Nähe anzusehen, wurden aber mit Schlägen, Tritten , Pfefferspray und Tonfa-hieben von den Cops daran gehindert. Ohne das es auf dem Gelände zu einer Eskalation irgendeiner Art kam verließen die Aktivisten gemeinsam, selbstständig und freiwillig das Gelände wieder. Dann war die Aktion auch schon beendet und man ging in großen Gruppen zum Studierenden Haus um sich da bei sehr leckerer Vokü zu stärken und den Erfolg zu feiern.
Als dann Flyer für eine Podiumsdiskussion „Brauchen wir eine Linke Einheit?“ verteilt wurden, wo u.a. ein Aktivist der IL als Gegenposition zur MLPD antreten sollte, trat ein breites Grinsen auf die Gesichter von vielen Aktivisten. Man füllte die Rucksäcke mit genügend Hopfenwasser und ärgerte sich ein wenig das es kein Popcorn gab.
Die Erwartungen wurden auch keineswegs enttäuscht. Der Mensch der es mitorganisiert hatte von http://platypus1917.org/germany/ warf mit unnötig komplizierten Phrasen(ich weiß immer noch nicht was Orphag in dem Kontext heißen sollte) und Marx Zitaten um sich (Ich glaube kaum das Marx Ausspruch war: Proletarier aller Länder studiert Sprachwissenschaften! Aber egal.) machte sonst aber einen sehr guten Job. Doch schon in den ersten drei Sätzen des MLPD Sprechers explodierte der Saal vor Lachen. O-Ton: „Natürlich brauchen wir breite Bündnisse, also eine Einheit, wenn wir Antifaschistische Aufmärsche verhindern wollen“.
Die Aussagen von IL und ISL waren alle gehaltvoll und interessant auch wenn der Sprecher der ISL, Occupy und Blockupy anscheinend für das selbe hielt, was vom Sprecher der IL dann immer wieder (positiv) differenziert wurde.
Doch der Typ von der MLPD lieferte permanent großes Kino (wie auch seine eingeschworenen GenossInnen im Publikum). Ein weiterer Höhepunkt war, als er das lachende Publikum ein wenig anpöbelte sie sollen sich gefälligst mit dem „grünen Stalin“ beschäftigen bevor sie hier unqualifiziert quatschen würden (Zu seiner Verteidigung , es war eher erstaunlich das er den Spot die ganze Zeit so gelassen hinnahm, ich hätte nicht mit ihm tauschen wollen!)
Das Sahnehäubchen waren dann, die erst nach über einer Stunde reinplatzenden angeblichen „Berliner Antifas“. Es waren natürlich keine, sondern Wahnwichtel, die sich aufregten das sie nicht SOFORT dran kamen, um, als sie es dann waren, krudes Zeug von sich zu geben (die am Morgen genannten Truppenzahlen vor der Ukraine waren diesmal doppelt so hoch) und sie warfen allen Anwesenden vor, dass sie lieber was tun sollten (mit neurechten Spinnern auf die Straße gehen oder was?!) , anstatt nur zu reden, z.B. miteinander reden! (Muss man glaube ich nicht verstehen!)
Der YT-Kanal https://www.youtube.com/user/MrMarxismo/videos hat den Abend aufgezeichnet. Ich freue mich darauf es noch mal zu sehen. 1. wegen dem Spaßfaktor. 2. Weil der Rest der Diskussion eigentlich echt gut und sehr interessant war.
Nach dieser für uns sehr amüsanten Einlage ging es dann noch ins Klapperfeld (ein besetzter Knast) wo u.a. Tick Tick Boom auftreten sollten. Wir waren kurz im hoffnungslos überfüllten Konzertraum doch suchten uns dann lieber eins der gemütlichen Wohnzimmer in dem Gebäude um den Abend dort gemütlicher zu verbringen.
Am Sonntag sind wir dann zum Studierendenhaus weil es dort noch ein Abschlußplenum geben sollte doch nach zwei Kaffee war uns klar, dass wir kaum noch aufnahmefähig waren und so fuhren wir dann doch lieber wieder Richtung NRW.

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